Surfgeschichte

Surfbrett 1932
Niemand weiß wirklich, wie und wann die Geschichte des Surfens begann. Aber es geht mindestens auf die Zeit von 1767 zurück, als die ersten Europäer in Tahiti die Einheimischen auf Brettern über die Wellen gleiten sahen. Damit kamen die Europäer das erste Mal in Kontakt mit diesem Sport.

In der polynesischen Kultur glaubte man früher, dass der König und andere höher gestellte eine besondere Fähigkeit besaßen, auf den Wellen zu reiten. Sie hatten natürlich perfekte Bretter, von den besten Konstrukteuren hergestellt. Die polynesische Kultur ist auf viele Inseln im Pazifik verteilt und so ist es schwierig zu sagen, wer von ihnen die besseren waren. Doch es gibt einen nachweislichen 'King of Surf': König Taufa'ahau Tupou IV war seinerzeit hoch gefeiert.

Im frühen 19. Jahrhundert kamen die ersten Missionare nach Polynesien und Hawai'i. Wie in den meisten Fällen, versuchten sie den traditionellen Brauchtum der Einheimischen zu unterdrücken und verboten so auch das Wellenreiten. Doch trotz alledem erhielt sich der Sport genauso wie die Erbauung der Surfbretter bis heute.

Das Surfen, so wie wir es heute kennen, wurde in der westlichen Welt erst 1907 durch Stunts der Los Angeles-Redondo-Huntington Railroad populär. Kurz danach tauchten die ersten richtigen Surfer am Virginia Beach/Virginia auf und der Strand ist seit dem ein Surfer-Zentrum. Der Hawaiianer Duke Kahanamoku, Olympia-Gold-Medaillen-Sieger im Schwimmen, zeigte sein Können auf dem Brett und viele Australier und Neuseeländer nahmen diesen Sport begeistert auf. Durch den Film 'Gidget' erreichte das Surfen eine Weltbekanntheit.

Seit dem ist Surfen zu einem weltweiten Sport geworden. Die 'Beach Boys' brachten mit 'Surfing in the USA' den Hit der 60er Jahre, immer besser entwickelte Surf-Bretter, kürzere, und weltanerkannte professionelle Surfer wie Kelly Slater brachten den einst den Polynesiern von hohem Rang vorbehaltenen Sport zum weltweitem Ruhm.