Nach dem Surfen

Nach dem Surfen eine Massage - Wie die heilsame Behandlung Dich zum besseren Surfer macht



Massagen sind angesagter denn je. Hot-Stone-, Thai- oder Reflexzonenmassagen werden heute vielerorts angeboten und stoßen auf eine breite Nachfrage. Warum das so ist? Wahrscheinlich gibt es dafür vielfältige Gründe - angefangen bei dem Verlangen nach Entspannung und Selbstoptimierung bis hin zu spirituellen Motiven. Festzuhalten ist jedenfalls, dass es grundsätzlich zwei unterschiedliche Strömungen in der Welt der Massagepraxis gibt: Eine esoterisch-spirituelle und eine therapeutisch-medizinische. Letztere wird vor allem im Kontext des Sports sowie im Rahmen von Rehamaßnahmen angewandt. So greifen mittlerweile die meisten Profisportler auf spezielle Sportmassagen zurück, um ihre Regenerationsfähigkeit zu verbessern. Dies ist im Grunde durch die Bank weg bei allen Sportarten der Fall. So eben auch im Surfen. In diesem Artikel zeigen wir auf, warum Sportmassagen die Regenerationsfähigkeit von Surfern enorm verbessern und so zu einer höheren Leistungsfähigkeit beitragen können.

Massagen: Eine uralte Heilstechnik



Die Massage ist wohl eine der ältesten Heilstechniken der Welt. Dies zeigt sich schon allein daran, dass wir, wenn wir uns stoßen oder eine Zerrung einholen, ganz intuitiv an der betroffenen Stelle herumdrücken und reiben, also kurzum nichts anderes tun als sie massieren. Die ersten systematischen Massagen sollen um 2600 v.Chr. im alten China ausgearbeitet und angewendet worden sein. Auch in Indien wurden Massagen angeblich schon sehr früh im Rahmen der indischen Gesundheitslehre, Ayurveda, praktiziert. Über den griechischen Arzt Hippokrates gelangte die Kulturtechnik der Massage dann nach Europa und wurde hier insbesondere an Gladiatoren durchgeführt, um sie wieder fit und kampffähig zu machen. Nach einer Periode der Vergessenheit wurde die Massage schließlich an der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert durch den Schweden Per Henrik Ling wiederentdeckt, womit die Begründung der sogenannten »Manuellen Therapie« einherging. Heute gibt es, wie erwähnt, eine Vielzahl unterschiedlicher Massageformen und -philosophien. Es gibt Massagegeräte, mit denen eine Selbstmassage betrieben werden kann, und es gibt ganze spirituelle Bewegungen, die auf spezielle Massagetechniken setzen, um Achtsamkeit und ähnliche bewusstseinserweiternde Techniken zu kultivieren.

Massagen zur Regenerationsförderung im Surfen einsetzen



Massagen werden vielfältige Wirkungen zugeschrieben, die zum Teil nicht auf wissenschaftlichem, sondern auf esoterischem Fundament aufruhen. Die größte wissenschaftliche Validität haben Massagetechniken im sportlichen Kontext. Hier ist ihre heilsame und regenerationsfördernde Wirkung schlichtweg empirisch nachweisbar. Denn Massagen steigern die Durchblutung, entspannen die Muskulatur und Psyche und verbessern entsprechend auch den Zellstoffwechsel im Gewebe. Dies zusammengenommen führt dazu, dass sich Sportler nach anstrengenden Wettkämpfen oder Trainingstagen mithilfe von professionell durchgeführten Massagen besser und schneller erholen können. Für den Surf-Sport gilt dies in ganz besonderem Maße. Warum?

Das Surfen ist ein Sport, der den Körper ganzheitlich fordert. Dabei kommen Muskeln und Sehnen zum Einsatz, die im Alltag ansonsten eher weniger oder gar nicht beansprucht werden. Der Körper muss nämlich sehr elastisch und beweglich sein, um die Balance auf dem Surfbrett halten zu können. Zugleich schwankt der Körper beim Surfen beständig zwischen starken Anspannungs- und Entspannungsmomenten. Dies führt nach einer Weile dazu, dass sich die Muskulatur verkrampft. Und die teils gebeugte Haltung belastet Knie und Rücken enorm. Diesen Belastungen können Massagen optimal entgegenwirken. Sie lösen Verspannungen und sorgen so für eine höhere Elastizität des Körpers. Surfer können dadurch stabiler auf dem Brett stehen und sich zugleich besser dabei entspannen, ohne zu verkrampfen. Zudem haben Massagen einen positiven Nebeneffekt: Sie stärken das Immunsystem. Auch dies kommt Surfern sehr zu Gute, da sie oftmals stundenlang Wind und Wetter und insofern einem höheren Erkältungsrisiko ausgesetzt sind.

Die Frage, ob Massagen die Regenerations- und Leistungsfähigkeit von Surfern verbessern können, ist also eindeutig mit einem »Ja« zu beantworten. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Massagen von Profis durchgeführt werden, um gegenteilige Effekte zu vermeiden.